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Brasilien ist ein riesiges Land, und es gibt dort verschiedene Tabakanbaugebiete, die sehr unterschiedliche Qualitäten hervorbringen. Das bekannteste dürfte die nähere und weitere Gegend um die Hafenstadt Bahia sein. "Die Brasil" war vor allem im Deutschland der Wirtschaftswunderzeit der Inbegriff der Cigarre, nicht zuletzt weil Kanzler Ludwig Erhard Brasilcigarren der Marke Suerdieck schätzte. Es gibt sehr alte Handelsbeziehungen zwischen den Hansestädten und Brasilien, und nicht zuletzt waren es Deutsche, die in Brasilien den Tabak kultivierten, der bekannteste Name bis heute ist gewiss der des Bremers Dannemann. Suerdieck stammte aus Westfalen. Und es gibt ein Tabakanbaugebiet in Brasilien, das "Blumenau" heißt - deutscher geht es kaum noch.

Unter einer Brasil versteht man bis heute eine dunkle, würzige Cigarre mit einem leicht süsslichen Aroma. Die meisten "Brasil", die man im Laden findet, sind maschinengefertigte Cigarren, die in den seltensten Fällen mehr als eine Spur brasilianischen Tabak enthalten. Bekannte handgerollte Brasils kommen von Dannemann, Suerdieck, Don Pepe und Regalia Fina, die von der Firma Schuster in Bünde importiert wird.